Total Transmedial

Warum ist dies mehr als eine Webseite zum Film? Was heißt eigentlich dieses transmedial und warum machen wir das? Ein paar Hintergründe zu unserem Projekt.

Im Film, im Netz, im Alltag - das ist unser Leitspruch für die Suche nach Thomas Müller. Und fast im selben Atemzug sprechen wir dann davon, dass wir dieses Phantom des Durchschnittsdeutschen transmedial suchen. Was heißt das eigentlich?

Es zu erklären, ist einfacher, als man zunächst meint. Es zu machen dann nicht mehr so. Mit transmedial meinen wir nichts anderes, als dass wir unsere Suche auf möglichst viele unterschiedliche Medienkanäle und -formen ausweiten. Dabei ist uns aber wichtig, nicht den gleichen Inhalt wieder und wieder, nur anders verpackt zu erzählen. Stattdessen wollen wir, dass sich die verschiedenen Inhalte auf den verschiedenen Plattformen gegenseitig ergänzen. Für jeden Inhalt wählen wir den passenden Medienkanal - und umgekehrt.

So ist Christians Film durch und durch ein Film, der seine Wirkung am Besten im Kino entfaltet. Um einzelne Aspekte des Films zu vertiefen, haben wir hier im Netz verschiedene Verklammerungen aus Bewegtbild und Text gewählt - zum Beispiel hier.

Hier in unserem Webmagazin greifen wir außerdem die Ausgangsfrage noch einmal unter einer anderen Perspektive auf. Wir lassen uns von Experten ausführlich erklären, was es mit dieser Statistik und dem deutschen Durchschnitt eigentlich auf sich hat. Mit Bildern, Grafiken, Quizzes, kurzen Videos und langen Texten nutzen wir die verschiedenen Darstellungsformen des Web-Browsers, um das Kino-Erlebnis inhaltlich zu vertiefen.

Das wirkt nicht nur im Anschluss an den Film, sondern hat auch schon bei seiner Entstehung mitgeholfen. Denn auch über das Netz haben wir - unter anderem mit einer Steckbrief-Aktion - nach all den Thomas Müller gesucht, die Christian für seinen Film besucht hat. Wir haben außerdem Video-Statements eingesammelt von Menschen, die nicht Thomas Müller heißen, über die ganze Welt verstreut leben und so ihre Erfahrungen mit Deutschland und den Deutschen gemacht haben.

Und weil wir nicht nur einfach Meinungen in den Raum stellen wollen, sondern uns auch an einem Austausch mit dem Publikum und allen am Thema Interessierten gelegen ist, nutzen wir soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder den Kuratier-Dienst Storify. Mit spezifischen Inhalten geben wir inhaltliche Impulse für einen Austausch.

Neben dem inhaltlichen Mehrwert hat dieses Vorgehen auch für die Macher einen entscheidenden Vorteil: Weil es so viele Stellen gibt, an denen Menschen dadurch über unser Projekt stolpern, werden wir auch bekannter und können so ein größeres Publikum mit unserem Thema erreichen. Wir haben mit verschiedenen Webangeboten kooperiert und eigene Kampagnen gestartet. Unser Projekt war im Hörfunk präsent und mit den Steckbriefen auch im Alltag da draußen.

Oder um es kompliziert auszudrücken: „Transmedia-Storytelling ist die ideale ästhetische Form für eine Ära der kollektiven Intelligenz“.

Der Satz stammt von Henry Jenkins. Als Professor am legendären MIT hat er als einer der ersten den (eigentlich uralten) Transmedia-Begriff in der Internet-Ära zu neuer Blüte gebracht. Mehr Hintergründe zum Thema gib es rechts in der Leiste.

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